Unser Gästebuch

Lesen Sie, wie das aktuelle Stück «Bsuechszyt» von Felix Mitterer unserem Publikum gefallen hat.

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Kommentare unseres Publikums zu «Bsuechszyt»

Kommentar von David Kilchenmann |

Verschiedene Geschichten, werden in diesem Theaterstück erzählt. Immer Szenen, wo sich abwechseln und an Orten spielen, wo die eine Person, die andere besucht. War extrem gut gespielt, bei all den ernsten Themen, gab es hier und da auch etwas lustiges zu sehen. Dennoch, es ist keine leichte Kost. Die Themen, wo behandelt werden, sind sehr schwer. Hat mir und meiner Mutter sehr gut gefallen, vielen, lieben Dank an alle Beteiligten.

Kommentar von Ueli Tanner und Gabriella Chiesa |

War das für ein Abend in Utzenstorf! Wir zwei Gäste aus Zürich waren wunderbar beeindruckt von der hochprofessionellen Leistung der SchauspielerInnen. Die Rollen mit ihren dahinter stehenden Charakteren zeigten eine Realität, die wohl in vielen Institutionen und Familien aus dem Alltag bekannt sind. So reisten wir betroffen und nachdenklich zurück. Schön, dass es solche Höchstleistungen mit "Freiwilligen" gibt. Das Dorftheater war kein "Theater" sondern ein eindrücklicher Spiegel des Alltags in vielen Familien.
Gabriella Chiesa und Ueli Tanner

Kommentar von René Strauss |

Die Affiche kündigt vier Episoden mit je 2 beteiligten Personen in besondern Situationen an. Und schon bald realisieren die Theaterbesuchenden, dass diese Szenen nicht einfach aneinander gereiht sind. Vielmehr verwebt sie Regisseur Charles Benoit raffiniert zu einem Flickenteppich mit ständig wechselnden Momentaufnahmen. So entstehen durch hervorragende Darstellende in einem engagierten Ensemble intensive Porträts von Menschen in besonderen Lebenslagen. Die packende Inszenierung wird stimmig abgerundet durch die virtuosen Gitarrenklänge von Thanu, und man verlässt das Kirchgemeindehaus mit unvergesslichen Eindrücken.
Drum bleibt nur noch zu sagen: sofort Tickets für die restlichen Aufführungen buchen - und dem ganzen Ensemble ein herzliches toi-toi-toi dazu.
René Strauss, Lyssach

Kommentar von Vreny Palm |

Liebe Theaterleute,
das war dieses Jahr für alte Leute schwere Kost, die uns vorgeführt wurde. Aber an eurer Qualität ist nicht zu zweifeln. Es ist bewundernswert, wie überzeugend die Schauspielerinnen und Schauspieler ihre Rollen gespielt haben. Und daran ist natürlich der Regisseur nicht ganz unschuldig. Er ist echt super!

Allen - auch dem Gitaristen - einen grossen Applaus

Vreny Palm

Kommentar von Stephan Heilmann |

Es fällt schwer, sich nicht zu wiederholen: Ein anspruchsvolles, forderndes Stück mit Ecken und Kanten, überzeugend in die lokale Mundart gebracht; die gewohnt ebenso sorgfältige wie einfallsreiche Regie, und ein tolles Ensemble! Das wirkt nach, Chapeau!

Kommentar von Peter Grossenbacher |

Eindrücklich - Bsucheszyt ist mir unter die Haut gegangen, hat mich betroffen, nachdenklich gemacht. Und zugleich waren Szenen dabei, die bei aller Schwere lustig waren und bei denen ich schmunzeln konnte.

Ich gratuliere herzlich allen Schauspielern, Charles Benoit, dem Gitarristen und allen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen inklusive dem Gastroteam, die eine grossartige Leistung vollbracht haben.

Ich freue mich, wenn Ihr auch in Zukunft Stücke mit Tiefsinn - und Humor- präsentiert. Diese Art von Theater sagt mir viel mehr zu als oberflächliche Schwänke. Also bitte: weiter so!

Kommentar von Mariett und Ueli Remund |

Liebe Theaterleute
Wir besuchten gestern Ihre Aufführung von «Bsuechszyt». Ihr Dorftheater besuchen wir seit Jahren. Und jedesmal gehen wir hochzufrieden nach Hause; denn in Utzenstorf wir so gespielt, wie wir es lieben: unaufdringlich, aber präzise, berührend, aber nicht «gefühlig», modern, aber nicht modisch, eindringlich, ohne überwältigen zu wollen. Oft wird herumgeboten, wolle man Erfolg haben, müsse man gut unterhalten. Gemeint wird natürlich: Tiefgang und Ernsthaftigkeit schadet, geistige Untiefe bringt's. Und dann geht ein Amateurtheater im ländlichen Umfeld einen ganz anderen Weg – und hat damit Erfolg und findet ein treues Publikum. Da glaubt ein Amateurtheater an die kulturelle Relevanz von Theater – und hat damit Erfolg. Wenn das nicht schön ist! Da kann man nur hoffen, dass man in Utzenstorf dem eigenen Weg treu bleibt. Wäre schön.
Mariett ud Ueli Remund, Laupen

Kommentar von Paul Michael Meyer |

„Bsuchszyt“ ist Charly Benoits letzte Produktion am Dorftheater Utzenstorf. Gleich einem Feuerwerk hat er als letzte Rakete eine alle vorherigen überragende steigen lassen. Wichtig zu wissen: Er hat Felix Mitterers Vorlage nicht nur in Mundart übertragen, sondern aus vier Einaktern ein kompaktes Stück gewoben; ein wahrer Geniestreich! Das Ensemble aus Edellaien dankt es ihm, indem es ohne Ausnahme sein Bestes gibt. Durch das Verweben der Geschichten wird schmerzhaft spürbar: ob im Spital, im Altersheim, in der psychiatrischen Klinik oder im Gefängnis, Entmündigung tut überall weh! So passt eben das Gitter des Bühnenbildes zu allen vier Handlungsorten, und es darf, ja muss eigentlich, immer derselbe Tisch sein.
Gestört hat mich einzig der Szenenapplaus, der spärlich ausgefallen ist, weil ich offensichtlich nicht der einzige war, der ihn unnötig, störend eben, empfand, denn ich hätte jeweils gerne zu den feinen Intermezzi von Thanusanth Vijayakumar das letzte Wort, das nicht zufällig das letzte war, oder das wortreiche Schweigen des letzten Bildes noch etwas nachwirken lassen wollen.
Gerne genutzt haben wir zudem die Möglichkeit der zeitlich vorverlegten Aufführung.
Herzlichen Dank für das Gesamtkunstwerk!

Kommentar von Annemarie Nübel |

Charles Benoît gelingt es einmal mehr, diesen „Klassiker“ (uraufgeführt 1985) noch näher unter der Haut spüren zu lassen. Nicht zuletzt dank der in Mundart bearbeiteten Fassung. Diese erlaubt es auch, den eingespielten Details in den einzelnen dramatischen Abschnitten, uns jeweils ein „bitteres“ Schmunzeln abzugewinnen.

Ich staune immer wieder über das schauspielerische Können der Protagonisten. Sie beherrschen die Finessen wie Profis. Gefühlsausbrüche derart glaubwürdig wiederzugeben, zeugt von grosser Leidenschaft zum Theaterspielen. Großartig und Glückwunsch!!

Der virtuose Gitarrist untermalt die Szenenwechsel und betont so die steigende Dramatik.

Gedankenaustausch in der Theater-Bar hinterher ergibt sich von selbst…..
Aber auch hier ist die „Bsuechszyt“ beschränkt…….

Ein Besuch ist mehr als nur ein Theater!!!!

Weiterhin viel und schönen Applaus!

Kommentar von Marco Lüscher |

Vier Besuche und rund um jeden Besuch mindestens drei verschiedene Geschichten. Jene der Besucher, die der Besuchten, sowie die gemeinsame der beiden. Über den Lauf des Abends erfahren so einiges über die verschiedenen Lebensgeschichten.

Während den vier Besuchen gibt witzige Dialoge und Situationen zum Schmunzeln, doch das Stück ist keine “leichte Kost”. Bsuechszyt macht betroffen, lässt mitfühlen, regt zum Nachdenken an. Dass dies so ist, liegt am grossartigen Schauspiel des Ensembles. Da stehen keine Leute auf der Bühne die eine Rolle spielen, sie geben diesen Gestalt und hauchen ihnen Leben ein.

Ich bin beeindruckt von dieser schauspielerischen Leistung und empfehle allen den Besuch der Bsuechszyt des Dorftheaters.

Grossartiges Schauspiel einer Laienbühne. Danke, Dorftheather!

Kommentar von Casper Selg |

Keine leichte Kost, im Dorftheater
Krankheit, Alter, Gefängnis, Demenz
Kurze, scharfe Blicke auf den Umgang mit Schicksal
Schnelle Wechsel im Umgang mit Emotion

Ihr habt Euch viel vorgenommen. Mit Erfolg.
Gratulation zum letzten Dorf-Kunstwerk von Charly
Und vergiss nicht: In jedem Ende steckt ein neuer Anfang.

Casper Selg und Gerda Heuberger

Was ist die Summe aus 3 und 6?